Was bedeutet gelenkverschleiß

Kommt es nur an einem Gelenk zum Verschleiß, bezeichnen Fachleute das als Monarthrose. Sind dagegen mehrere Gelenke betroffen, ist von einer Polyarthrose die Rede.

Im Frühstadium zeigt der Knorpel bereits leichte Veränderungen, beginnt sich auszudünnen. Betroffene verspüren keine oder kaum Schmerzen.

Eine Vielzahl von nicht-operativen Maßnahmen können den Verlauf einer Arthrose eindämmen und den Schmerzen entgegenwirken. Welche zum Einsatz kommen, muss der Arzt im Einzelfall entscheiden.

Eine Arthrose entsteht nicht über Nacht, sondern hat sich in der Regel über einen längeren Zeitraum hinweg schleichend entwickelt, bevor Betroffene die ersten Beschwerden bemerken. Dabei durchläuft die Krankheit meist folgende typische Entwicklungsstadien:

Eine Arthritis ist eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke. Bei einer Arthrose liegt dagegen chronischer Verschleiß eines Gelenks vor. Es handelt sich also um verschiedene Krankheiten. Allerdings kommt es infolge einer Arthrose oft auch zu einer Entzündung. Eine häufige Arthritis-Form ist Rheuma, auch "rheumatoide Arthritis" genannt. Auslösend sind krankhafte Immunvorgänge. Eine Arthritis kann aber noch verschiedene andere Ursachen haben.

Das Spätstadium. Der Knorpel hat sich stark zurückgebildet, die Knochen reiben direkt aufeinander. Es haben sich knöcherne Auswüchse gebildet (Stellen mit roten Pfeilen). Betroffene haben zum Teil unerträgliche Schmerzen. Das Gelenk versteift.

Praktisch alle Gelenke können betroffen sein. Häufig tritt eine Arthrose an Knie, Hüfte, Schultergelenken, Händen und Fingern sowie an den Füßen auf. Der Gelenkschaden bereitet Betroffenen oft große Schmerzen und macht das Gelenk steifer, damit auch weniger beweglich. Patienten neigen dazu, das Gelenk zu schonen. Dadurch entsteht jedoch ein Teufelskreis: Der Knorpel wird schlechter durchblutet und verliert weiter an seiner Schutzfunktion. Außerdem kann die Schonhaltung andere Gelenke ungünstig belasten.

  • Fehlbelastungen: Starke, ungleich verteilte Belastungen schaden den Gelenken; zum Beispiel das Tragen großer Lasten, Sport mit einseitigen oder hohen Belastungen, aber auch Dauersitzen. Fehlstellungen wie X- und O-Beine können ebenfalls Arthrose fördern.
  • Übergewicht: Je mehr Kilos die Waage anzeigt, desto mehr Last müssen die Gelenke von den Füßen über Knie und Hüften bis zur Wirbelsäule tragen. Vor allem starkes Übergewicht mit einem Body-Mass-Index von über 30 (Fettleibleibigkeit oder Adipositas) ist deswegen ein wichtiger Risikofaktor für eine Arthrose.
  • Krankheiten: Bei Rheuma können sich am Knorpel Entzündungen bilden. Auf diese Weise kann das Gelenkleiden die Entstehung einer Arthrose fördern. Beide Erkrankungen gehen deswegen oft Hand in Hand. Auch Menschen mit Stoffwechselkrankheiten wie Typ-2-Diabetes oder Gicht leiden häufig unter Arthrose.
  • Verletzungen: Zum Teil kann sich schon frühzeitig, aber auch noch Jahre nach einer Verletzung eine Arthrose an dem betroffenen Gelenk bilden.

Der Knorpelverschleiß kann unterschiedliche Ursachen haben. Im Laufe der Erkrankung kann sich das betroffene Gelenk wiederholt entzünden (im Englischen heißt die Erkrankung wegen der Begleitentzündung Osteoarthritis), was zu erheblichen Schmerzen, manchmal auch Schwellungen führt.