Übungen gegen schulterarthrose

Die Nachbehandlung einer OP der Schulterarthrose folgt einem eng gestaffelten Therapieplan der je nach durchgeführter Operation (z.B. Glättung der Knorpelflächen oder künstlichen Gelenkersatz) leicht variieren kann. Zunächst folgt eine Phase der Ruhigstellung in welcher die betroffene Schulter nicht aktiv bewegt oder belastet werden darf. Trotzdem beginnt in dieser Phase bereits die Nachbehandlung, in der Regel bereits am nächsten Tag nach der Operation. Ein Physiotherapeut wird dabei den Arm des Patienten passiv bewegen, sodass es nicht zu Verklebungen oder Versteifungen des Gelenkes kommen kann. Auch die mechanische Bewegung in einer speziell dafür vorgesehenen Schiene ist möglich. Leichte Bewegungsübung, die ohne Belastung der Schulter durchgeführt werden können, dienen in der ersten Phase ebenfalls zur Erhaltung der Grundbeweglichkeit und Funktionalität. Wenn das Gelenk schließlich wieder aktiv belastet werden darf, beginnt der für die Patienten anspruchsvollere Teil der Nachbehandlung, bei welchem Sie selbst aktiv werden und durch eine Reihe speziell auf sie abgestimmter Übungen die Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Stabilität des Gelenks zurückgewinnen (siehe oben).

Bei einer starken Verspannung im Schulternackenbereich sollten Dehnübungen ausgeführt werden.

Symptome bei der Schulterarthrose ist eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung besonders bei Rotationsbewegungen und Hebebewegungen des Arms. Der Patient weicht folglich häufig über Ausweichmechanismen aus oder fällt in eine Schonhaltung, was eine Überbelastung anderer Strukturen zur Folge haben kann. Es kommt häufig zu Verspannungen im Schulternackenbereich. Die Bewegung im Schultergelenk selbst wird unbewusst vermieden und der gesamte Schultergürtel wird bewegt um den Arm zu heben. Es kann außerdem zu akuten Entzündungen der umliegenden Strukturen kommen. Häufig betroffen ist der Schleimbeutel in der Schulter oder die Sehnen der Rotatorenmanschette. Meist zeigt sich anfangs ein sogenannter Anlaufschmerz, der sich durch leichte Bewegungen verbessern lässt. Später kommt es zu Schmerzen während der Belastung oder auch Ruheschmerzen. Die Bewegung im Gelenk geht fortschreitend verloren.

2 mal 10 Wiederholungen.

3 mal 10 Wiederholungen.

Verschränken Sie bei dieser Übung ihre Finger vor der Brust, sodass die Unterarme parallel zum Boden sind und die Ellenbogen nach außen zeigen. Tun Sie nun so als wollten Sie die Hände auseinander ziehen, sodass Sie eine Dehnung im Schultergürtel spüren.

Wenn Sie sich für noch mehr Informationen über die Physiotherapie bei einer Schulterarthrose interessieren lesen sie hier: Physiotherapie bei einer Schulterarthrose

Weitere Übungen finden Sie in den Artikeln:

  • Oft werden sogenannte Nicht-steroidale-Antirheumatika (NSAR) eingesetzt um den Patienten zu helfen. Diese Substanzen unterdrücken die Produktion von Prostaglandinen, das sind körpereigene Schmerz- und Entzündungsstoffe. Zu den Vertretern der NSAR zählen ASS, Ibuprofen oder Diclofenac.
  • Eine Alternative zu den NSAR sind die sogenannten COX-2 Hemmer (Coxibe) welche gezielt ein bestimmtes Enzym (die Cyclooxigenase 2), das für die Schmerzentstehung verantwortlich ist hemmen. Die Coxibe sind in der Regel besser verträglich als die NSAR (welche bei Daueranwendung Probleme im Magen hervorrufen können) und können über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
  • Bei starken Schmerzen können auch Opioidanalgetika zum Einsatz kommen. Zu den schwächeren Medikamenten dieser Gruppe gehören zum Beispiel Codein, Buprenorphin oder Fentanyl.
  • Begleitet zu den klassischen Schmerzmitteln können Capsaicin-Wärmepflaster, Teufelskrallenwurzel oder Weidenrindenextrakte helfen, die Symptome zu lindern.
  • Ausgangsstellung: Stand oder Sitz.
  • Stellen Sie sich mit den Füßen auf den mittleren Teil des Therabandes und wickeln die Enden des Bandes um Ihre Handflächen.
  • Führen Sie beide Handflächen vor der Brust zusammen und schieben die Arme mit zur Decke gerichteten Fingerspitzen nach oben (ausatmen) und anschließend wieder kontrolliert zurück (einatmen).
  • Wählen Sie die Bandfarbe bzw. -vorspannung so, dass Sie 2 Übungsserien mit 20 Wiederholungen schaffen.
  • Führen Sie die Übung zunächst in einem kleinen Bewegungsausmaß durch und steigern dies dann im Übungsprozess zunehmend.

  • Ausgangsstellung: Stand oder Sitz.
  • Das Theraband wird um beide Handflächen gewickelt und anschließend diagonal vor dem Oberkörper gehalten. Dabei schaut die Handfläche des oberen Armes zur Decke und die Handfläche des unteren Armes zum Boden.
  • Schieben Sie nun gegen den Bandwiderstand die obere Handfläche nach oben-außen und die untere Handfläche nach unten-außen.
  • 20-mal wiederholen und anschließend die diagonale Bewegungsrichtung wechseln.
  • Ausgangsstellung: Stand oder Sitz.
  • Befestigen Sie das Theraband im mittleren Bereich etwas über Kopfhöhe um eine stabile Verankerung an der Wand (z.B. Fenstergriff, Schranktür).
  • Wickeln Sie die Enden des Therabandes mit nach-vorne gehaltenen Armen um Ihre Handflächen. Führen Sie die gestreckten Arme langsam gegen den Widerstand des Übungsbandes neben den Körper und lassen Sie anschließend wieder nach vorne nach.
  • Spannen Sie während des Zurückführens der Arme die Schulterblätter ebenfalls nach hinten-unten, ohne die aufrechte Oberkörper-Position zu verlieren.
  • Wählen Sie die Bandfarbe bzw. -vorspannung so, dass Sie 2 Übungsserien mit 20 Wiederholungen schaffen.
  • Beim Ausatmen die Arme zurückführen, bei der Einatmung wieder nach vorne bewegen.

  • Der nicht-übende Arm stützt sich mit dem Unterarm auf dem gleichseitigen Oberschenkel ab.
  • Stellen Sie sich mit dem Fuß auf das Theraband und wickeln das andere Bandende um die Hand. Bewegen Sie nun den Arm im großen Bogen („aufgehende Sonne“) gegen den Bandwiderstand in Richtung Decke.
  • Bein Nachoben-Führen des Armes einatmen, beim Ablassen wieder ausatmen.
  • 20-mal wiederholen.
  • Ausgangsstellung: Stand oder Sitz.

  • Ausgangsstellung Stand oder Sitz:
  • Wickeln Sie das Band locker um Ihre Handflächen herum und führen es anschließend um Ihren Oberkörper herum.
  • Schieben Sie beide Handflächen gegen den Widerstand des Therabandes nach vorne (ausatmen) und beugen Sie wieder kontrolliert zurück (einatmen).
  • Wählen Sie die Bandfarbe bzw. -vorspannung so, dass Sie 2 Übungsserien mit 20 Wiederholungen schaffen.
  • Stellen Sie sich mit den Füßen auf den mittleren Teil des Therabandes und wickeln die Enden des Bandes um Ihre Handflächen.
  • Führen Sie die Arme mit zur Decke gerichteten Handflächen nach oben-außen (ausatmen) und anschließend wieder kontrolliert zurück (einatmen).
  • Wählen Sie die Bandfarbe bzw. -vorspannung so, dass Sie 2 Übungsserien mit 20 Wiederholungen schaffen.
  • Führen Sie die Übung zunächst in einem kleinen Bewegungsausmaß durch und steigern dieses dann im Übungsprozess zunehmend.
  • Steigerung: Machen Sie unter deutlicher Vorspannung des Therabandes an der Bewegungsgrenze (Hände bereits nach außen gedreht) kleine Bewegungen der Unterarme nach innen und außen.
  • Das Theraband unter das diagonal vom Übungsarm liegende Kniegelenk klemmen und um die Hand wickeln.
  • Anschließend den Arm gegen den Widerstand des Bandes neben den Kopf bewegen.
  • Beim Anheben des Armes einatmen, beim Nachlassen ausatmen.
  • 20-mal wiederholen.