Sehnenanriss schulter schmerzen

Von einem Sehnenriss spricht man bereits dann, wenn die Sehne durchgängig eingerissen ist. Einfach gesagt bezeichnet man jegliches „Loch“ in der Sehnen­haube , sei es auch noch so klein, als Komplettruptur.

Risse der Rotatorenmanschette müssen genäht oder wieder refixiert werden. Dies gilt ganz unabhängig davon, wie groß sie sind. Unbehandelt können aus kleinen Rissen große Risse werden. Die zugehörigen Muskeln können dann ihre Funktion nicht mehr erfüllen.

Akute Risse der Sehnenhaube z.B. nach Stürzen führen meist zum sofortigen Bewegungsausfall der Schulter. Man spricht von einer Pseudolähmung, weil die Patienten zu keiner Schulterbewegung mehr fähig sind.

Ein Rotatorenmanschettenriss endet immer im Bewegungsverlust! Gerade kleine Einrisse der Sehnenhaube können sich wie eine Laufma­sche in einem Nylonstrumpf stetig ausbreiten und führen dann zu Massenrissen.

Die Rotatorenmanschette bildet sich aus den Sehnen von 5 Muskeln, die das Schultergelenk umgeben. Reißt mehr als einer dieser Muskeln ab, spricht man von einem Massenriss. Reißen alle Sehnen ab, spricht man von einer „Oberarmkopfglatze“, weil der Schulterkugel jegliche Bedeckung fehlt.

Sehnenrisse im Schultergelenk treten an der Rotatorenmanschette (Sehnenhaube um den Oberarmkopf ) oder an der langen Sehne des Bizeps­muskels auf.

Die viel häufigeren chronischen Rissformen bilden sich meist auf der Basis eines Schulterengpass-­Syndroms. Ihre Symptome ent­wickeln sich eher schleichend.

Die Symptome eines Sehnenrisses an der Rotatorenmanschette sind un­übersichtlich. Aber der erfahrene Arzt erkennt durch gezielte Tests und eine genaue Bewegungsanalyse die Hinweise auf einen Sehnenriss.

Ignoriert man wiederholte Schmerzattacken, nächtliche Schmerzen oder eine langsame Kraftlosigkeit, können sich die gerissenen Sehnenenden zu­rückziehen. Der zugehörige Muskel wird funktionslos. Die Bewegung kann dann nur noch durch ein künstliches Schultergelenk wiederhergestellt werden.

Entzündung kommt es häufig auch zu nächtlichen Schulterschmerzen, die regelmäßig in den Oberarm ausstrahlen.

Druckbelastung zu schützen und ein sicheres Anheilen zu gewährleisten.

Eine gerissene Sehne heilt nicht von selbst zusammen. Es muss entschieden werden, ob der Betroffene mit einer gerissenen Sehne leben kann oder ob der Schaden am Schultergelenk repariert werden muss. Sämtliche Behandlungsstrategien orientieren sich grundsätzlich an der individuellen Beschwerdesymptomatik, am Anspruch des Patienten und an seinen speziellen Lebensbedingungen.

Es gibt Risse, die sich durch eine arthroskopischen Eingriff versorgen lassen. Häufig kombiniert der erfahrene Sportchirurg jedoch die arthroskopische Operation mit einem sogenannten mini-open repair.

Bei Verdacht auf eine Ruptur der Rotatorenmanschette ist eine gezielte Untersuchung durch einen erfahrenen Sportchirurgen und eine Magnetresonanztomographie zur Darstellung der Sehnen notwendig.

Bei einem Schaden der Rotatorenmanschette klagt der Betroffene über plötzliche, oft stechende Schmerzen, vor allem bei allen Bewegungen des Armes nach oben. Häufig ist auch die Kraft des Armes beim Heben reduziert. Aufgrund einer sich ausbildenden

Bei jungen Patienten sollte großzügig auch bei einem kleineren Riss der Sehne eine Rekonstruktion, d.h. die Naht der Sehne erfolgen. Je geringer der Bewegungs- und Belastungsanspruch ist, desto zurückhaltender kann man beim älteren Menschen mit der Rekonstruktion einer gerissenen Sehne sein.

Zur Rekonstruktion werden die abgerissenen Sehnenenden mit Hilfe kleinster Nahtanker am Knochen fixiert, damit sie dort festheilen. Zugleich ist es meist notwendig, den Raum unter dem Schulterdach zu erweitern, um die heilende Sehne vor unnötiger

Damit die Sehne nach operativer Refixierung am Knochen anheilen kann, benötigt sie Ruhe. Die Schulter wird mit einer Bandage zunächst für drei bis sechs Wochen ruhig gestellt. Damit es in dieser Zeit jedoch nicht zu einer Einsteifung der Schulter kommt, wird das Schultergelenk frühzeitig von Physiotherapeuten bewegt und der Patient wird zu Eigenübungen angeleitet. Danach sollte ein gezieltes Muskelaufbautraining erfolgen.

Zur exakten Darstellung der Sehnen erfolgt dann auf Verordnung die Kernspintographie (MRT) durch den Radiologen. Hier kann detailliert dargestellt werden welche und wie viele Sehnen verletzt bzw. gerissen sind und wie weit die Sehne(n) sich bereits, durch den Zug der dazugehörigen Muskeln, zurückgezogen (Retraktion, Gradeinteilung nach Patte I-III). Des Weiteren kann der Atrophie bzw. Verfettungsgrad (nach Goutallier I-III) der dazugehörigen Muskulatur erkannt werden.

Als weiterführende Untersuchungen, um den Sehnenriss in der Schulter einzugrenzen erfolgt der Ultraschall (Sonographie) Untersuchung durch den Schulterspezialisten schon bei der ersten Untersuchung.

Eine Behandlung erfolgt operativ oder ohne Operation (konservativ). Sie ist vom Zustand der Sehnen und vom Grad der Verletzung und der Retraktion sowie vom Zustand der dazugehörigen Muskulatur (Verfettungsgrad) abhängig. Eine Operation erfolgt in der modernen Schulterchirurgie meist durch kleine Stichincisionen im Sinne der Schlüssellochchirurgie mit einer Kamera (arthroskopisch) und mit feinen Instrumenten.

Ein Sehnenriss in der Schulter äußert sich meist durch heftige Schmerzen und teilweise mit Kraft- und Bewegungseinschränkungen. Eine Behandlung mit einer Operation ist darauf abgestimmt, das Schultergelenk wieder ohne Schmerzen funktionsfähig zu machen.

Je nach Situation z.B. in Abhängigkeit der Qualität des Gewebes wie der Sehnenstümpfe oder dem Retraktionsgrad des Sehnenrisses erfolgt eine minimalinvasive (MIC) offene Operation. Der dazu erforderliche kleine Schnitt wird immer plastisch (intrakutan) genäht, so dass später fast keine Narbe zu sehen ist!

Entstehung und Symptome der Verletzung

Die abgerissenen Sehnenenden werden angefrischt und über Nähte welche entweder an Implantaten (Fadenanker) aus bioverträglichen Materialien oder Titan hängen, am (ebenfalls angefrischten) Knochen fixiert, damit sie dort anwachsen. Die Alternative ist die Nähte / Fäden welche das Sehnenende greifen direkt durch den Knochen zu führen und die Sehne damit direkt am Knochen zu refixieren (transossäre Nähte). Dazu werden Spezialnadeln verwendet.

Chefarzt für Schulter- und Ellenbogenchirurgie, Dr. med. Georgousis, stellt durch gezielte Untersuchungen das Ausmaß des Sehnenrisses in der Schulter fest. Während einige Risse durch Stürze hervorgerufen werden und eine Bewegung der Schulter nicht mehr möglich ist (Pseudolähmung), entwickeln sich andere Verlaufsformen schleichend und werden anfangs noch durch Ausweichbewegungen ausgeglichen, bis die Beweglichkeit der Schulter zunehmend verloren geht.

Verschiedene spezielle Tests mit Schulter- und Armbewegungen geben Hinweise auf die durch einen Sehnenriss betroffenen Rotatorenmanschetten Abschnitt.