Schulterschmerzen sehnenverkalkung

  • Anatomische Varianten – Formvarianten der beteiligten Knochen und Weichteile, die degenerierende Vorgänge vorantreiben
  • Wenn sich das Kalkdepot einmal aufgelöst hat, kommt es nur äußerst selten zu Rezidiven ( wiederkehrenden Kalkdepots). Die Verkalkung wird durch neues Narbengewebe ersetzt, das die zurückbleibende Sehnenverletzung füllt.

Im Folgenden die Stadien einer Tendinosis calcarea am Beispiel der Kalkschulter:

Nicht jede Kalkschulter durchläuft diesen Zyklus vollständig.

Kalzifikation (Phase der Verkalkung)

  • Metaplasie (Differenzierung (Umwandlung) einer Zellart in eine andere) von Sehnengewebe zu Faserknorpel bzw. Tendinozyten (Sehnenzellen) zu Chondrozyten (Mediatoren („Mittler“) der Gewebsverkalkung und Ossifikation (Verknöcherung))
  • Keine oder nur sehr leichte Schmerzen
  • Radiologisch sind noch keine Veränderungen nachweisbar.

Die Kalkherde können durch einen lokalen Druckanstieg im Sehnengewebe Beschwerden verursachen. So kommt es beispielsweise im Schultergelenk durch die Einlagerung der Calciumkristalle zu einer Verdickung der Supraspinatussehne (Ansatzsehne des Musculus supraspinatus (Obergrätenmuskel)). Beim Anheben des Armes wird dann die Sehne zwischen Schultergelenk und Schulterdach eingeklemmt (subakromiales Engpassyndrom).

Man vermutet, dass Sehnenverkalkungen durch degenerative Prozesse entstehen, z. B. ausgelöst durch eine Minderdurchblutung des Sehnenansatzes am Knochen. Auch mechanische Ursachen wie ein anatomisch enger Raum können Degenerationen begünstigen. Wahrscheinlich ist die Entstehung von Verkalkungen multifaktoriell bedingt.

  • Partielles Absterben des Knorpelgewebes
  • Kalkablagerungen
  • Diagnostizierbar durch Sonographie (Ultraschall) sowie Röntgenuntersuchung
  • Schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter und nächtliche Schmerzen