Knorpelschaden sprunggelenk joggen

Die Arthrose, die zur Zerstörung des Knorpels führt, ist beim Sprunggelenk hauptsächlich das Endergebnis einer vorausgegangenen Verletzung (Trauma) oder – seltener – einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung, wie zB. einer Gelenkentzündung (Arthritis). Der ältere Mensch leidet häufig unter abgenutzten Gelenken. Doch auch junge Leute, vor allem sehr aktive Sportler, können betroffen sein, denn oftmals führt ein Umknicken mit Bänderriss zu einer chronischen Gelenkinstabilität. Im Laufe der Jahre kann es zu einem vermehrten Knorpelverschleiß und letztlich zu einer Arthrose im Sprunggelenk kommen.

Mit den o.g. modernen Dreikomponentenprothesen werden die physiologischen Bewegungsachsen deutlich besser imitiert. Die Dreikomponentenprothesen wiesen bei Nachuntersuchungen deutlich bessere Ergebnisse auf als die alten Zweikomponentenprothesen. Die Komplikations- und Lockerungsrate war deutlich geringer und die erzielte Beweglichkeit größer. Die zementlose Implantation der Dreikomponentenprothesen hat den Vorteil, dass bei einer eventuell notwendigen Explantation weniger Knochen verloren geht und ein Prothesenwechsel oder eine Versteifung sicher durchgeführt werden können.

Die Versteifung des Sprunggelenks wird überwiegend gut kompensiert und ermöglicht es dem Patienten, ohne spezielle Schuhzurichtungen unauffällig und flüssig zu laufen.

Das obere Sprunggelenk (OSG) wird von drei Knochen gebildet:

Nicht selten sind auch Achsabweichungen und manchmal Bandinstabilitäten zu beobachten. Das Röntgenbild zeigt dann die Zerstörung des Gelenkes mit verschmälertem oder aufgehobenem Gelenkspalt und knöchernen Anbauten zur Abstützung am Gelenks.

In Anfangsstadien kann durch eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) die Beweglichkeit durch Entfernung vorderer Knochennasen am Schienbeinknochen verbessert werden. Bei einer fortgeschrittenen Sprunggelenksarthrose stehen prinzipiell die Versteifung und die Sprunggelenkendoprothese als chirurgisch-therapeutische Maßnahmen zur Verfügung.

Aus heutiger Sicht ist die obere Sprunggelenksprothese in Form der Dreikomponentenprothesen ein gutes Behandlungskonzept bei der Sprunggelenksarthrose.

Seltener ist die sogenannte primäre Sprunggelenksarthrose, bei denen keine klare Ursache für den Verschleiß gefunden wird. In diesen Fällen ist wahrscheinlich ein genetisch bedingter unzureichender Knorpelaufbau verantwortlich. Dass die Ursache für den Gelenkverschleiß nicht herauszufinden ist, kommt beim Sprunggelenk jedoch im Vergleich zur Arthrose des Hüft- oder Kniegelenkes eher selten vor. Dies ist im Wesentlichen auf eine Besonderheit in der biochemischen Zusammensetzung des Sprunggelenkknorpels zurückzuführen. Verglichen mit anderem Gelenkknorpel, etwa dem des Hüftgelenkes, weist der Knorpel des Sprunggelenkes eine deutlich höhere Druckfestigkeit auf.

Bei einer Sprunggelenksarthrose, auch OSG-Arthrose genannt, handelt es sich um eine Verschleißerkrankung des oberen Sprunggelenks (OSG). Als Ursache einer Arthrose im Sprunggelenk kommen hauptsächlich Bänderrisse und Zustände nach Unfällen wie Frakturen infrage. Daneben gibt es weitere, jedoch seltenere Ursachen wie entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Die Entwicklung einer schweren Arthrose im Sprunggelenk ist ein komplexer Vorgang. Therapeutisch kann je nach individueller Situation des Patienten eine Versteifungs-OP durchgeführt oder ein künstliches Gelenk (OSG-Prothese) implantiert werden.