Knorpelschaden sprunggelenk diagnose

Bei der Versteifung des Sprunggelenks wird der zerstörte Knorpel aus dem Gelenk entfernt und das Sprungbein mit dem Schienbein verschraubt.

Verschiedene Studien sowie unsere eigenen Auswertungen haben gezeigt, dass sich 80 bis 95 Prozent unserer Patienten, die mit dieser Operation behandelt wurden, auch nach fünf Jahren noch deutlich besser fühlen. Sie haben weniger bis keine Schmerzen mehr im Sprunggelenk.

Allerdings verändert die Versteifung des Sprunggelenks sichtbar das Gangbild. Langzeitanalysen haben zudem gezeigt, dass die fehlende Beweglichkeit am Sprunggelenk zu einer deutlichen Mehrbelastung von Knie, Hüfte, Wirbelsäule und Mittelfuß führt. In einer Studie fanden sich 10 Jahre nach der Versteifung des Sprunggelenks in fast 80 Prozent der Patienten mehr oder weniger stark ausgeprägte Überlastungsreaktionen in diesen Gelenken.

Bei der Operation wird das Gelenk über einen kleinen Schnitt eröffnet, der geschädigte Knorpel entfernt und die Knorpel- und Knochenränder geglättet. In den dann freiliegenden Knochen bohrt der Chirurg mehrere kleine Löcher, so dass Stammzellen aus dem Knochenmark austreten können. Die künstliche Membran wird seit über zehn Jahren erfolgreich an verschiedenen Gelenkregionen bei der Therapie von Knorpelschäden eingesetzt. Die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Daten zeigen, dass durch dieses Vorgehen die Knorpelregeneration deutlich unterstützt werden kann.

Kleinere Knorpelverletzungen mit einem Durchmesser bis zu etwa einem Zentimeter können in der Regel arthroskopisch, also minimal-invasiv durch eine Gelenkspiegelung operiert werden. Hierbei werden zuerst die losen Knorpelteile vom Operateur entfernt. Anschließend wird der darunterliegende Knochen angebohrt, um das Wachstum neuer Stammzellen anzuregen. So besteht die Möglichkeit, dass der Körper nach der Operation im Gelenk Ersatzknorpel bildet.

Die gute Nachricht: Selbst wenn im Knorpel oder Knochen des Sprunggelenks Verletzungen diagnostiziert werden ( eine sogenannte osteochondrale Läsion), besteht nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand kein erhöhtes Risiko für eine spätere Arthrose. Die schlechte: Dies gilt nur, solange sich keine Knorpelstücke aus der Oberfläche lösen. Und diese können nur durch eine OP entfernt werden.

Die Schön Klinik ist seit vielen Jahren auf die Versorgung von Knorpelschäden am Sprunggelenk spezialisiert und bietet Ihnen dabei das gesamte medizinische Behandlungsspektrum an – von der Sprunggelenk-Operation bis zur Rehabilitation.

Die Schön Klinik hat sich auf die Behandlung von Knorpelschäden am Sprunggelenk spezialisiert. Finden Sie die passende Klinik in Ihrer Nähe.

Bei größeren Verletzungen des Knorpels im Sprunggelenk, stehen weitere Operationsverfahren zur Verfügung. Dies gilt ebenfalls für den Fall, wenn sich nach einer Gelenkspiegelung auch durch die Anregung des Gelenkknochens kein neuer Knorpel gebildet hat.

Als Osteochondrosis dissecans (OD) wird ein typischerweise in Stadien verlaufendes Krankheitsbild bezeichnet. Bei der Osteochondrosis dissecans stirbt ein begrenztes Areal des gelenknahen Knochens unter dem Knorpel ab. Der Knochen ist in erster Linie von der Erkrankung betroffen. Da der Knorpel aus dem Gelenk mit nährender Gelenkschmiere versorgt wird, bleibt dieser noch lange intakt. Im absterbenden Anteil des Knochens ist eine vorübergehende Durchblutungsstörung die wahrscheinliche Ursache für die Veränderungen im Knochengewebe. Die auf den Knochentod entstehenden Knochenreaktionen im Randbereich hängen sehr stark vom Alter des Patienten ab. Der weitere Verlauf hängt von dieser Reaktionslage ab.

Schwellungen, Entzündliche Veränderungen des Gelenks und Schmerzen können mit nichsteroidalen Antirheumatika (NSAR, z.B. Ibuprofen) behandelt werden.

Aufnahme einer Osteochondrosis dissecans am Talus (Sprungbein). Deutlich sichtbar ist der halbkreisförmige nekrotische Bereich des Sprungbeines (dunkel eingefärbt) mit einem Bezirk aus Ödemen (Wassereinlagerungen). Die glatte Oberfläche des Gelenks wird durch die Osteochondrosis dissecans zerstört.

Die Größe des Dissekats („Gelenkmaus“), die Abgrenzung zum umgebenden Knochen (Sklerosierung) und die Situation im Gelenk-Knorpel können genau gezeigt werden.

Die Osteochondrosis dissecans (OD) am Sprunggelenk ist eine recht seltene Erkrankung.

Die meisten der jungen Patienten beklagen Schmerzen in der Tiefe des oberen Sprunggelenkes. Diese Schmerzen können sich nach sportlicher Belastung deutlich verstärken und zu einem Entlastungshinken führen.

Verschiedene gelenkerhaltende operative Behandlungen stehen zur Verfügung. Diese können zum Teil im Rahmen einer minimalinvasiven Gelenkspiegelung (Arthroskopie) des Sprunggelenkes durchgeführt werden. Wichtige Umstände zur Beurteilung der geeigneten Operationsmethode sind:

Durchblutungsstörungen des Knochens, Stoffwechselstörungen oder auch erbliche Faktoren werden als Ursache der Osteochondrosis dissecans ebenfalls angenommen.

Die Beschwerden bei der osteochondralen Läsion oder Osteochondrosis dissecans am oberen Sprunggelenk sind meist nicht eindeutig für die Diagnose.

Solange nur Schmerzen vorliegen, ist die Diagnose nicht immer leicht zu stellen. Lässt sich das Gelenk jedoch kaum noch bewegen bzw. liegt eine Gelenksperre vor, erhärtet sich der Verdacht. Die Diagnose wird durch bildgebende Untersuchungen bestätigt, entweder durch MR oder CT. In der Regel führt der Orthopäde eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durch, um sowohl die Diagnose zu stellen als auch zugleich die Verletzung zu behandeln.

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Das Sprunggelenk besteht aus drei Knochen: den beiden Knochen des Unterschenkels – Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) – sowie dem Sprungbein (Talus) des Fußes. Die Gelenkflächen zwischen den drei Knochen sind mit Knorpel überzogen. Beim Umknicken mit dem Knöchelgelenk können Schäden an Knorpel und Knochen auftreten. Dies gilt besonders für das Sprungbein (Talus), doch auch das Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula) sind betroffen. Da Knorpelgewebe sich kaum selbst regenerieren, also kaum neuen Knorpel bilden kann, können nach Verletzungen anhaltende Beschwerden auftreten.

Ein solcher kann anhaltende Schmerzen und Beschwerden im Sprunggelenk verursachen, was eine Operation erfordern kann.

Wenn lediglich eine Verletzung des Knorpels ohne die Loslösung von Knochenteilen vorliegt, besteht die Therapie aus Ruhigstellung im Knöchelgips oder in einer Orthese für eine Dauer von 6–8 Wochen. Wenn Absprengungen von Knochenteilen vorliegen, muss operiert werden. Hierbei entfernt der Chirurg das Knochenfragment oder er fixiert es wieder an seinen Platz. Normalerweise geschieht das mittels einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung). Nach dem Eingriff muss der Knöchel mit einem Gips oder einer Orthese ruhiggestellt werden.

Die Erkrankung kommt am häufigsten bei Menschen vor, die mit dem Sprunggelenk schon häufig umgeknickt sind. Allerdings kann der Schaden auch nach nur einem Ereignis auftreten. Anhaltende Schmerzen, v.a. bei starker Beugung oder Steckung des Fußes, sind die Folge. Bei einigen wird das Sprunggelenk steifer, bei manchen besteht eine Gelenksperre. Letzteres wird durch ein losgelöstes Knochenteil verursacht, das sich im Gelenk verklemmen kann (siehe auch Osteochondrosis dissecans) und das Gelenk bei bestimmten Bewegungen blockiert. Dies ist jedoch eine seltene Erkrankung.

Nach der Gipsbehandlung kann die Belastung auf den Knöchel schrittweise erhöht werden. Bei Sportlern ist es wichtig, dass man einem Trainingsprogramm folgt, das die Belastung im Lauf der Zeit steigert.