Knorpelschaden hinter kniescheibe symptome

Die betroffenen Patienten klagen über Schmerzen im vorderen Kniegelenksbereich, die vor allem bei länger gebeugtem Knie oder beim Trepp-Abwärts-Gehen auftreten.

Manchmal ist auch eine zusätzliche Verstärkung des inneren Haltebandes (MPFL-Plastik) notwendig. Bei groben Anomalien des Kniescheibenlaufs kann es zu einem vollständigen Herausspringen der Kniescheibe aus dem Gleitlager kommen. Man spricht hier von einer Kniescheibenverrenkung, die mit Einblutungen und oft auch mit Abscherverletzungen von Knorpel und Knochen im Kniegelenk verbunden ist. Diese Kniescheibenverrenkungen treten nur ganz selten in Folge eines Unfalls auf.

Je nach Ursache und Ausmaß der Kniescheibenerkrankung werden unterschiedliche Operationsmethoden angewendet. Am häufigsten wird das sogenannte „Lateral release“ durchgeführt. Dabei wird das äußere Halteband der Kniescheibe eingekerbt und die Kniescheibe rutscht wieder in die Führungsrinne zurück.

Ist die Kniescheibe einmal ausgerenkt, sind gewohnheitsmäßige Verrenkungen die Folge. Deshalb muss nach einer Kniescheibenverrenkung der Bandapparat wieder stabilisiert werden. Auch hier ist die „MPFL-Plastik“ die operative Methode der Wahl.

Die Kniescheibe (Patella) ist Teil der Oberschenkelstrecksehne. Im Querschnitt zeigt die Kniescheibe eine innere und eine äußere Gleitfläche, die in der Mitte eine schiffsbugähnliche Kante bilden. Diese Kante läuft vergleichbar einem Zug auf Schienen in der Oberschenkelrinne.

Beim wachsenden Skelett kann durch Krankengymnastik, Bandagen und auch durch Einlagenversorgung eine Heilung erzielt werden. Bei älteren Patienten hingegen muss der „Schieflauf“ der Kniescheibe operativ korrigiert werden, weil sonst unweigerlich die Arthrose hinter der Kniescheibe die Folge ist.

Gerade Mädchen ab dem 14. Lebensjahr sind sehr häufig von solchen Schmerzen betroffen. Einfache Röntgenaufnahmen können die Fehlbelastung der Kniescheibe nachweisen und ergeben meist schon den Hinweis auf eine anatomische Anomalie der Kniescheibenform.

Abgesehen von seltenen Verletzungen ist die häufigste Ursache für den vorderen Knieschmerz eine Störung dieses Kniescheibenlaufs in der Oberschenkelrinne. Diese können durch eine Kniescheibenfehlform, schiefe Beinachsen, aber auch Fußfehlstellungen bedingt sein. Durch diesen Schieflauf werden die beiden Kniescheibenflächen unterschiedlich belastet. Der ständige Druck führt zur Knorpelschädigung und letztlich zur Zerstörung der Kniescheibengleitfläche.

Die Bedeutung von Erkrankungen des Patellalaufs wird erst seit einigen Jahren in der Orthopädie und Unfallchirurgie richtig erfasst. Deshalb suchen oft noch sehr junge Patienten im 3. und 4. Lebensjahrzehnt ihre Ärzte mit bereits schweren Knorpelschäden am Kniescheibengleitlager auf. In solchen Situationen kann die Kniescheibenerkrankung zwar nicht geheilt werden, aber durch gezielte arthroskopische Maßnahmen kann die Knorpelzerstörung aufgehalten werden.

Eigentlich gehört der Schleimbeutel vor der Kniescheibe [Bursa praepatellaris] nicht zur Kniescheibe selbst, wie im Längsschnitt zu sehen, eigentlich gar nicht zum Kniegelenk, sondern liegt außerhalb. Bei langem Knien, gelegentlich auch durch Prellungen kann es zu einer Entzündung [Bursitis praepatellaris] kommen. Dann füllt sich der Schleimbeutel mit Erguss und ist vor der Kniescheibe als weiche Struktur tastbar. Wenn er auch noch rot und heiß ist, so ist das sehr verdächtig auf eine Infektion durch Bakterien. Gelegentlich ist nicht der Schleimbeutel direkt vor der Kniescheibe betroffen, sondern der unterhalb hiervon [Bursitis infrapatellaris].

Am unteren Pol der Kniescheibe setzt die Kniescheibensehne [ligamentum patellae] an und zieht zu einem Knochenvorsprung am Schienbein [tuberositas tibiae] (Darstellung auf der Seite Anatomie-Längsschnitt). Über diese Sehne wird das Knie gestreckt. Entsprechend ist die Belastung beim Sport. Bei Überbelastung kann es zu einer Entzündung des Sehnenansatzes an der Kniescheibe [Patellaspitzensyndrom] kommen. Auf die Ursache dieser Erkrankung weist deren Bezeichnung auf Neu-Latein hin: "jumper’s knee". Dem entsprechend ist zu behandeln: In erster Linie Schonung, bei Bedarf entzündungshemmende Medikamente. Ein Kunstfehler ist es, in den Sehnenansatz Kortison zu spritzen. Das kann zum Riss [ruptur] führen – der sportlichen Karriere nicht förderlich!

Ziel der Behandlung der oben genannten Probleme ist es, die Krafteinleitung zu verbessern. Da die Kniescheibe immer nach außen tendiert, ist eine krankengymnastische Aufschulung der dem entgegenwirkenden Muskulatur sinnvoll. Hierbei handelt es sich um die inneren Kniestrecker, also im Wesentlichen den Musculus vastus medialis. Eine entsprechende Kniebandage kann das unterstützen.

Provozieren lässt sich der Schmerz, wenn die Kniescheibe von Hand unter Druck in ihrem Gleitlager hin und her geschoben wird.

Auch ohne Röntgen ist das Erscheinungsbild meist eindeutig: ein harter, oft schmerzhafter Knochenvorsprung am Sehnenansatz, der schmerzt, wenn man darauf kniet aber auch beim Sport (Springen).

Natürlich sollte direkter Druck vermieden werden. Zusätzlich können entzündungshemmende Medikamente zur in Form von Salben oder von Tabletten (2. Wahl) zur Anwendung kommen.Wenn allerdings eine Infektion durch Bakterien vorliegt, muss man meistens operieren, nicht selten sogar den Schleimbeutel entfernen.

Das Knie schmerzt dann im vorderen Anteil, insbesondere bei erhöhtem Anpressdruck gegen den Oberschenkel etwa beim Treppensteigen, bergab Laufen, arbeiten in der Hocke.

Gelegentlich ist die anlagebedingte Fehlform der Kniescheibe derartig schwerwiegend, dass es zur Verrenkung der Kniescheibe [Patella-Luxation] nach außen kommt. Das ist ein schwerwiegendes Problem, da hierbei die Scherkräfte derartig groß werden können, dass sich ein Teil der Kniescheibe ablöst, wie in Skizze 2 zu sehen.

Gelegentlich findet man im Röntgen oder Kernspin (oben links) “schlimme“ Brüche [Frakturen] der Kniescheibe, die gar keine sind. Es handelt sich um eine harmlose Verknöcherungsstörung, die zweigeteilte Kniescheibe [patella bipartita]. Das “abgelöste“ Teilstück [Fragment] liegt meist oben außen.

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10 Apr 2013 12:50

meint ihr das könnte auch in Frage kommen?

dazu muss ich sagen das ich auch oft eine Art Blockierung habe? die geht dann mit nem lauten Knall weg. auch muss ich vielleicht noch erwähnen das ich die Symptome am Anfang links und rechts hatte. Rechts sind sie allerdings komplett weg gegangen.

Naja, wenn ich was weiss schreib ich es hier rein

16 Apr 2013 21:32

würde nen orthopäden/sportmediziner aufsuchen. evtl auch mal mit nem physio reden. kann nicht schaden.

werde aber versuchen noch ein MRT zu bekommen.

und bis ich dann dafür einen Termin hab gehen wieder 6 Wochen ins Land