Kniegelenk op bei älteren menschen

Bei dieser Technik durchtrennt der Operateur Haut und Bindegewebe und teilweise auch die Muskeln. Die Kapsel wird meist komplett entfernt. Dann werden Hüftkopf…

So ist das Gelenk aufgebaut

Vorbereitung zur Hüft OP: 6-8 Stunden vor der Hüft OP muss der Patient nüchtern sein, das heißt er darf nicht gegessen und getrunken haben (auch Kaugummi kauen oder Rauchen ist verboten, da es die Produktion von Magensaft übermäßig anregt). Ggf. können notwendige Medikamente mit einem Schluck Wasser eingenommen werden. Die zu operierende Hüfte wird vor der Hüft OP wenn notwendig rasiert. Der Patient befindet sich zur Operation in Rückenlage oder Seitenlage. Direkt vor der Operation wird das OP-Gebiet desinfiziert und der Patient mit sterilen Tüchern abgedeckt.

Wann das künstliche Hüftgelenk eingesetzt wird

Es werden immer mehr künstliche Knie und Hüften implantiert. Die Zahl der Hüft-OPs ist dem aktuellen «Report Krankenhaus 2010» der Krankenkasse Barmer GEK zufolge seit 2003 altersbereinigt um neun Prozent gestiegen, die Zahl der Knie-OPs um rund 43 Prozent. Allein im Jahr 2009 wurden demnach etwa 209.000 Hüft- und 175.000 Knieprothesen eingesetzt. Auch die Zahl der Korrekturen hat deutlich zugenommen: um 41 Prozent bei Hüften und 117 Prozent bei Knien zwischen 2003 und 2009.

In der Hüfte arbeiten viele Strukturen reibungslos zusammen: Hüftkopf und Pfanne bilden das Kugelgelenk. Sie werden durch Faser-Gewebe eingekapselt und stabilisiert. Kräftige Muskeln darüber bewegen das Gelenk. Über allem befindet sich zudem noch eine Deckschicht aus Bindegewebe.

Der Einbau eines künstlichen Gelenks (Prothese) in das Hüft- oder Kniegelenk ist mittlerweile zum Routineeingriff geworden. Eine schmerzfreie und nahezu normale Beweglichkeit nach Einbau der Prothese stellt daher die Minimalanforderung dar, um Verrichtungen des täglichen Lebens ohne größere Einschränkungen durchzuführen. „40 Millionenen Deutsche sind regelmäßig sportlich aktiv. Vor dem Hintergrund, dass immer jüngere Patienten ein künstliches Gelenk erhalten und Patienten mit künstlichen Gelenken auch im höheren Alter noch fit sind, steigt der Anspruch auch sportliche Aktivitäten weiter zu betreiben“, weiß Dr. med. Jürgen Bong, Chefarzt der Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie…

Das OP-Team: Im Operationssaal befinden sich der Operateur und zwei bis drei Assistenten. Die Anästhesie wird von einem Anästhesisten ggf. mit einem Assistenten geleitet. Am Operationstisch befindet sich eine instrumentierende Operationsschwester oder -pfleger. Ein so genannter Springer reicht im Bedarfsfall Verbrauchsmaterialien an.

In fortgeschrittenem Alter ist bei vielen Menschen ein künstliches Hüftgelenk fällig. Nach Angaben der Krankenkasse Barmer GEK können ab einem Alter von 60 Jahren bei jedem zweiten Erwachsenen Verschleißerscheinungen im Hüftgelenk nachgewiesen werden.

Bypass-OP: Es kann zu einem Delirium, Thrombosen und Lungenembolien kommen. Die Risiken nehmen mit dem Alter zu. Alternative: Gefäßstützen (Stents).

Durch falsche Dosierung der Narkosemittel kann es zu Wachphasen kommen. Das Risiko besteht aber fast nur bei Not-Eingriffen, wenn die Mediziner kaum Vorbereitungszeit haben. Geplante OPs vor allem an älteren Patienten sind sehr sicher.

Bandscheiben-OP: Nur bei Lähmungen oder Inkontinenz wirklich nötig, sonst sollte man mit Medikamenten und Krankengymnastik behandeln.

Beckenboden-OP: Thrombosen/Embolien möglich.

Herzkatheter-Untersuchung: Bei Bedarf kann bei der Gefäßuntersuchung problemlos selbst 90-Jährigen ein Stent eingesetzt werden.

Mit zunehmendem Alter steigen die Risiken bei einer Operation. Von Delirium bis Wundheilung: Praxisvita gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zur OP im Alter.

Wirbelkörper-OP: Meist ist der Eingriff weitaus größer als eine Bandscheiben-OP. Delirium, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Lähmungen, sind möglich.

Knie-/Hüft-OP: Blutverlust, Wundinfektionen, Lungenentzündung durch das Liegen, Thrombosen und Lungenembolien sind mögliche Risiken. Bei Patienten mit Herzschwäche besteht ein hohes Risiko!

Unwahrscheinlich! Alle Abläufe wie Blutdruck, Puls, Atmen und die Wirkung des Narkosemittels auf das Gehirn werden bei älteren Menschen kontrolliert. Weicht ein Wert ab, werden sofort Maßnahmen wie zum Beispiel Sauerstoffzufuhr eingeleitet. Wichtig: Informieren Sie besonders im höheren Alter vorher den Arzt über Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder auch regelmäßig eingenommene Medikamente. Zusätzlich werden vor der OP Herz, Lunge und Leber untersucht.