Kniegelenk o-beine

In den Industrieländern ist eine Versorgung mit den wichtigsten Mineralien meist gewährleistet, sodass es bei ausgewogener Ernährung mit viel Obst und Gemüse, sowie gesunden Ölen (kaltgepresstes Leinöl, Olivenöl) nicht zu einer Mangelversorgung bei Kindern kommt. Zusätzlich fördert ein moderater Aufenthalt in der Sonne (Achtung, Sonnenbrand unbedingt vermeiden!) zu einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D.

O – Beine sind Abweichungen der normalen geraden Beinachse nach seitlich außen. O-Beine können sowohl angeboren, als auch erworben sein. Vor Allem bei Neugeborenen und Säuglingen sind O- Beine völlig normal und bilden sich spontan zurück.

Nicht korrigierte Fehlstellungen der Gelenke können auf Dauer zu teilweise schwerwiegenden Beschwerden führen. Da bei O-Beinen die inneren Anteile der Kniegelenke, genauer gesagt der innere Oberschenkelrollhügel, stärker belastet werden, als die äußeren, nutzen sich diese über die Jahre hinweg vermehrt ab. Dies fördert die Entstehung einer Arthrose, in diesem speziellen Fall einer zur Mitte gerichteten Kniearthrose (innere Gonarthrose), was dann spätestens im Alter zum Tragen kommt. Am Anfang dieses Krankheitsbildes stehen Anlaufschmerzen und eine wiederkehrende entzündliche Aktivierungen der Gonarthrose. Die ohnehin bestehende Fehlstellung des Knies wird sich in der Folge der zunehmenden Abnutzung der inneren Gelenkfläche weiter verstärken und kann im Alter teilweise groteske Formen annehmen.

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Im Normalfall geht diese Linie mitten durch das Kniegelenk.

Die Diagnose wird in ausgeprägten Formen selbstverständlich klinisch gestellt. Hier ist von außen ohne Probleme die Fehlstellung gut zu erkennen.

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Aber auch andere Knochenerkrankungen als Rachitis können zu O-Beinen führen. Hier kommen die sogenannte Achondroplasie, die Osteogenesis imperfecta, aber auch Tumore oder Unfälle (Traumata) als mögliche Ursachen infrage. Gerade, wenn bei diesen Einflüssen die Wachstumsfugen der Knochen betroffen sind, kann es zu einer Verschiebung im Wachstum kommen, wodurch sich die Achse „schief“ aufrichtet.

Da die Gefahr von schweren und schmerzhaften Langzeitschäden (Verschleißerscheinungen) des Kniegelenks besteht, ist eine konservative Therapie bei stärkeren Ausprägungen der O-Beine (Genu varum) meist nicht mehr ausreichend. Ein operativer Eingriff, die sogenannte Umstellungsosteotomie wird nötig, um die Fehlstellung der Beinachse dauerhaft korrigieren zu können. Dabei wird das Schienbein durchtrennt und das Bein durch die Entnahme eines keilförmigen Knochenstückes an Schienbeinaußenseite oder das Spreizen der Knochenende an der Knocheninnenseite in eine gerade Stellung gebracht. Titan-Platten und -schrauben sorgen für eine Stabilisierung des Schienbeinknochens. Die voneinander getrennten Knochenenden wachsen in den nächsten Monaten bis Jahren narbenfrei zusammen. Eine Vollbelastung des Beines ist nach etwa 3 Monaten wieder möglich.

Operative Eingriffe sind in Form von Epiphysenodesen möglich, jedoch gut abzuwägen mit den möglichen Komplikationen und Nebenwirkungen. Weitere Informationen finden Sie hier: Beinbegradigung.

Eine Arthrose soll vermieden werden, daher wird eine angeborene oder erworbene Beinfehlstellung dahingehend korrigiert, dass bei Vorliegen des Beginns einer Arthrose zumindest weiteres Fortschreiten dieser verhindert wird. Durch die operative Therapie soll das Gewicht wieder gleichmäßig auf der gesamten Gelenkfläche verteilt werden. Durch das Entfernen eines Teils der Menisken kann die bisherige Schieflage jedoch nicht ausreichend ausgeglichen werden, da es dann zu einer erneuten Fehlbelastung kommen würde, die dauerhaft der Gelenksubstanz schadet.

Hierfür ist entscheidend, wie intakt der durch die Verlagerung der Hauptbelastung dann stärker belastete Teil des Gelenks ist. Wenn bereits eine fortgeschrittene Arthrose aller Gelenkabschnitte besteht, so ist eine Korrektur der Beinachse nicht indiziert.

Erkennen lassen sich die Beinachsenfehlstellungen am besten in der klinischen Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt, sowie durch eine Röntgenaufnahme des gesamten Beines, sodass eine operative Rekonstruktion der Hauptbelastungsachse möglich wird.

Eine elegantere Methode um O- Beine zu therapieren ist die sogenannte "Epiphyseodese".

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Um den richtigen Zeitpunkt für die Verödung der O-Beine und ein korrektes Auswachsen zu erzielen muss das sogenannte Knochenalter bestimmt werden.

Das Kniegelenk gehört zu den Gelenken mit der größten Belastung.

Weitere Informationen zu meiner Person finden Sie unter Orthopaedicum Frankfurt