Impingement schulter schmerzen ellenbogen

  • Tätigkeiten die Schmerzen auslösen, müssen gemieden werden
  • die Unterarmmuskulatur muss regelmäßig, intensiv gedehnt werden

Als Impingement-Syndrom bezeichnet man Schulterschmerzen, die sich aufgrund einer Enge zwischen dem Oberarmkopf und dem Schulterdach entwickeln. Da hier bereits von Natur aus eine gewisse Enge besteht, kann es zu einer chronischen Reizung der Sehnenansätze (Supraspinatussehne / Rotatorenmanschette) und des Schleimbeutels dieser Region kommen. Besonders häufig entwickeln bestimmte Berufsgruppen, beispielsweise Anstreicher, aber auch Überkopfsportler wie Tennis- oder Volleyball-Spieler ein Impingement-Syndrom. Die anfangs belastungsabhängigen Schmerzen, vor allem bei Tätigkeiten mit angehobenem Arm, können im Verlauf in Ruheschmerz münden.

Beim Tennisarm klagt der Betroffene vor allem über Schmerzen am Ellenbogen, wenn er die Hand bzw. die Unterarmmuskulatur belastet. Häufig sind es alltäglich Bewegungen, wie das Einschenken einer Tasse oder das Greifen eines Aktenordners, die Beschwerden machen. Nicht selten sind jedoch auch Störungen im Bereich der Halswirbelsäule, wie beispielsweise chronische Verspannungszustände, für Beschwerden am Ellenbogen mitverantwortlich.

Wie sieht die Behandlungsstrategie beim Impingement-Syndrom der Schulter aus?

Wie kommt es zu einem Sehnenriss an der Schulter?

Wie kommt es zum Impingement-Syndrom?

Wenn die oben erläuterten Therapiemaßnahmen keine dauerhafte Besserung der Impingement-Beschwerden bringen, sollte unbedingt die Ursache des Reizzustandes der Schulter behandelnt werden. Dies gilt vor allem auch, um eine fortschreitende Schädigung der Sehnen (Rotatorenmanschette) und einen ansonsten ggf. drohenden Sehnenriss (Rotatorenmanschettenruptur) zu verhindern. Hierzu wird der Raum unter dem Schulterdach operativ erweitert, d.h. der entzündete, verdickte Schleimbeutel beseitigt, ein Band im vorderen Schulterdachbereich (Lig. coracoacromiale) durchtrennt und eventuelle knöcherne Vorsprünge abgetragen. Dank der modernen Schulterarthroskopie kann der erfahrene Schulterspezialist hierdurch häufig dem Patienten eine dauerhafte Heilung gewährleisten und Folgeschäden vorbeugen.

Eine gerissene Sehne heilt nicht von selbst zusammen. Es muss entschieden werden, ob der Betroffene mit einer gerissenen Sehne leben kann und langfristig beschwerdefrei sein wird, oder ob der Schaden am Schultergelenk repariert werden muss. Sämtliche Behandlungsstrategien orientieren sich grundsätzlich an der individuellen Beschwerdesymptomatik, am Anspruch des Patienten und an seinen speziellen Lebensbedingungen. Bei jungen Patienten sollte großzügig auch bei einem kleineren Riß der Sehne eine Rekonstruktion, d.h. die Naht der Sehne erfolgen. Je geringer der Bewegungs- und Belastungsanspruch ist, desto zurückhaltender kann man beim älteren Menschen mit der Rekonstruktion einer gerissenen Sehne sein. Hier kann dann ggf. auch mit konservativen Therapiemaßnahmen die Lebensqualität wieder hergestellt werden.

Je früher das Problem behandelt wird, desto höher ist die Aussicht, es erfolgreich zu therapieren. Am Anfang stehen neben Schonung sanfte Therapiemaßnahmen wie Kältebehandlung, Salbenbehandlung und Elektrotherapie. Durch bestimmte Bewegungsübungen (Krankengymnastik) und gezieltes Muskeltraining soll die Stellung des Oberarmkopfes verbessert werden, um so relativ mehr Raum für die Sehnen unter dem Schulterdach zu schaffen. Wenn dies alles nicht greift, sind in der Regel entzündungshemmende Medikamenten (Tabletten, ggf. Spritzen) sinnvoll.