Hausmittel gegen kniegelenksarthrose

In den Knien kommt es zu starken Schmerzen, die vor allem in der Nacht zu einer Schlaflosigkeit führen können. Aufgrund der Schmerzen durch die Kniegelenksarthrose sind die Betroffenen häufig gereizt oder leiden an psychischen Beschwerden und Depressionen. Die Schmerzen können in erster Linie mit Hilfe von Schmerzmitteln behandelt werden, wobei eine langfristige Einnahme an Schmerzmitteln auch den Magen schädigen kann. Weiterhin sind die Betroffenen auf eine gesunde Ernährung und auf verschiedene Therapien angewiesen. Besondere Komplikationen treten bei der Kniegelenksarthrose nicht auf. Ein positiver Krankheitsverlauf kann allerdings nicht in jedem Falle garantiert werden.

Schmerz ist das erste Symptom, das bei einer Kniegelenksarthrose zum Vorschein tritt. Zu Beginn ist dieser auf das Kniegelenk beschränkt und stellt nur bei einer hohen Belastung ein Hindernis dar. Bekannt ist auch der sogenannte Anlaufschmerz, der nach einer längeren Ruhepause auftritt.

Eine Abhilfe leisten auch Injektionen, die schmerzlindernde Substanzen enthalten. In besonders schweren Fällen muss zuletzt eine Operation durchgeführt werden. Hierbei wird der beschädigte Knochen abgetragen, was die Neubildung von Knorpel anregen soll.

Zu den Betroffenen gehören vorwiegend ältere Menschen, die das 65. Lebensjahr überschritten haben. Eine Besonderheit der Kniegelenksarthrose ist die Tatsache, dass Beschwerden nicht bei allen Betroffenen auftreten. So beklagen einer Untersuchung zufolge nur 10 bis 13 Prozent aller Patienten, ernsthafte Symptome wahrzunehmen.

Andererseits umfasst die Therapie verschiedene Übungen, die zu einer Stärkung der Muskulatur führen. Erste Erfolge werden von einer verbesserten Koordination begleitet. Patienten erfreuen sich schließlich einer besseren Beweglichkeit und eines reduzierten Schmerzpegels.

In erster Linie wird eine Kniegelenksarthrose vom Patienten selbst erkannt. Dieser nimmt Schmerzen und im späteren Verlauf eine Gelenkschwellung oder sogar einen Gelenkerguss war. Im Anschluss gilt es, einen Hausarzt zu konsultieren. Mit einem Röntgenbild ist es einem Arzt möglich, eine Gonarthrose genau zu diagnostizieren. Zu den typischen Anzeichen gehört eine Verschmälerung des Gelenkspalts. Dieser befindet sich zwischen dem Oberschenkelknochen und dem Schienbein. Die Gelenkspaltverschmälerung ist das Resultat eines stetigen Abriebs des Knorpelgewebes.

In einem fortgeschrittenen Stadium wird die Kniegelenksarthrose durch eine verringerte Beweglichkeit begleitet. Hinzu kommt, dass sich erste Formveränderungen des Kniegelenks entwickeln. Diese sind auf die Schädigungen zurückzuführen, die mit dem Verschleiß der knorpeligen Gelenkfläche einhergehen.

Bislang ist es nicht möglich, eine Kniegelenksarthrose zu heilen. Ebenso scheitert der Versuch, ein bereits beschädigtes Kniegelenk aufzubauen. Allerdings gibt es in der Medizin zahlreiche Strategien, mit denen dem Fortschreiten der Erkrankung begegnet werden kann. Ziel einer Behandlung ist es auch, die mit der Kniegelenksarthrose einhergehenden Beschwerden zu mildern.

Eine Besonderheit ist ferner, dass die Kniegelenksarthrose bei allen Menschen auftritt, sofern diese ein bestimmtes Alter erreichen. So zeigen Röntgenbilder auf, dass die Hälfte aller 65-jährigen Menschen erste Anzeichen einer Kniegelenksarthrose aufweisen. Bei den 75-Jährigen gab es nur noch wenige Ausnahmen, die von der Erkrankung ausgenommen waren.

Eine nichtmedikamentöse Behandlung von Arthrose-Schmerzen kommt insbesondere Patienten zu Gute, die auf Schmerzmittel und/oder Cortison mit Nebenwirkungen reagieren. Die Forscher berichten, dass die Nebenwirkungen des Schröpf-Verfahrens in der Studie als sehr gering beschrieben wurden. Damit kommt den Ergebnissen (insbesondere in Hinsicht auf die Schmerzredukation) eine hohe klinische Relevanz zu.

Wie die Autoren an mehreren Stellen betonen, kann eine Pilotstudie keine abschließenden Aussagen über die Wirksamkeit des Verfahrens machen. Zum einen liegt dies an der geringen Teilnehmerzahl, zum anderen an der fehlenden Verblindung. Um die spezifische Wirksamkeit zu erforschen, müsste ein Placebo-Gerät entwickelt werden, das in einer größeren Studie als Kontrolle dient. Wünschenswert wäre überdies der Vergleich mit einer reinen Schmerzmittel-Behandlung und anderen nichtmedikamentösen Verfahren.

2.Lauche R, Cramer H, Choi KE, Rampp T, Saha FJ, Dobos GJ, Musial F: The influence of a series of five dry cupping treatments on pain and mechanical thresholds in patients with chronic non-specific neck pain–a randomised controlled pilot study. BMC Complement Altern Med 2011, 11:63–63

Methodik und Ergebnis

Neben dem Schröpfen gibt es weitere Verfahren aus der Komplementärmedizin, die sich bei Arthrose des Kniegelenks als hilfreich erwiesen haben, z.B. die Blutegeltherapie-

Trotz dieser Einschränkungen sind die Ergebnisse aus pragmatischer Sicht vielversprechend. Einerseits wegen der geringen Nebenwirkungen gemessen an der hohen klinischen Relevanz, andererseits, weil das pulsierende Schröpfen relativ einfach in die ambulante Versorgung zu integrieren wäre.

Sowohl was die Schmerzen als auch die Gesamtbeurteilung von Steifheit und Beweglichkeit und die körperliche Lebensqualität anbelangte, zeigten sich in der Schröpf-Gruppe signifikante Verbesserungen nach 4 Wochen, teilweise hielten diese nach 12 Wochen noch an. Nach Studienabschluss gaben 10 Patienten der Schröpfgruppe an, ihre Symptome hätten sich verbessert, bei 8 zeigte sich keine Änderung und 3 Patienten gaben an, dass eine Verschlimmerung eingetreten sei. Die Einnahme von Paracetamol als Schmerzmedikation war in beiden Gruppen unverändert (im Schnitt 10 Tabletten in 4 Wochen).

Pulsatiles Schröpfen wird von naturheilkundlichen Ärzten und Heilpraktikern in ihren Praxen angeboten, kann aber nach fachlicher Einweisung durch Arzt oder Heilpraktiker auch selbstständig vom Patienten durchgeführt werden, allerdings betragen die Kosten für den Erwerb eines Schröpfgeräts mehrere hundert Euro.

Die 21 Studienteilnehmer in der Schröpf-Gruppe erhielten über einen Zeitraum von 4 Wochen, zweimal in der Woche eine Anwendung, insgesamt 8 Sitzungen. Nach 4 und 12 Wochen wurden Schmerz, Steifheit des Gelenks, Beweglichkeit und Lebensqualität bewertet. Die Kontrollgruppe (19 Teilnehmer) erhielt keine Anwendung. Nach Bedarf durften die Teilnehmer zur Schmerzbehandlung Paracetamol einnehmen.