Gelenkschmerzen arzt

Schmerzen in den Gelenken nach anstrengender sportlicher Betätigung oder nach einem Sturz klingen zumeist schnell wieder ab und sind kein Grund zur Beunruhigung. Als Folge von Über- oder Fehlbelastungen oder als Verschleißerscheinung treten sie allerdings oft sehr plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser auf. Es empfiehlt sich, in solchen Fällen die Ursache durch einen Facharzt feststellen zu lassen, um dauerhafte Einbußen in der Beweglichkeit zu verhindern.

Gelenkschmerzen, die von einem akuten Gichtanfall herrühren, lassen sich medikamentös behandeln. Um die Harnsäurewerte dauerhaft zu senken, müssen sich die Betroffenen außerdem an eine spezielle Gichtdiät mit wenig tierischen Eiweißen halten.

Eine exakte Diagnose ist gerade bei länger anhaltenden Gelenkschmerzen von besonderer Bedeutung. Bleiben die Beschwerden unbehandelt, droht dem Betroffenen eine dauerhafte Einschränkung seiner Beweglichkeit.

Auch eine Sehnenscheidenentzündung bereitet starke Gelenkschmerzen. Sehnen verbinden Muskeln und Knochen miteinander und sind von einer Schutzhülle umgeben, der sogenannten Sehnenscheide. Durch intensive, sich ständig wiederholende Bewegungen – zum Beispiel bei der Arbeit am Computer – nutzen sich die Sehnenscheiden ab und können sich entzünden.

Aber auch in jungen Jahren kann es durch übermäßige Belastungen wie Extremsport oder Übergewicht zu einer Schädigung des Knorpelgewebes kommen, sodass die Gelenke nicht mehr ausreichend vor Stößen geschützt sind. Die Betroffenen klagen zunächst vor allem über steife oder angespannte Glieder. Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten die Schmerzen zunächst schubweise und später selbst bei geringer Bewegung auf. Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind die Knie-, Hüft- und Sprunggelenke.

Auch bei den ersten Anzeichen entzündlicher Gelenkerkrankungen wie Bewegungseinschränkungen, Morgensteifigkeit oder Schwellungen an den Gelenken ist ein Arztbesuch dringend zu empfehlen. Nur bei einer frühzeitigen Diagnose lässt sich das Fortschreiten der Krankheit verzögern und die Bewegungsfreiheit der betroffenen Gelenke so weit wie möglich erhalten.

Die Gelenke des menschlichen Körpers sind von einer schützenden Knorpelschicht überzogen, die das direkte Aufeinanderreiben der Knochen verhindern. Im Laufe des Alters bildet sich der Gelenkknorpel auf natürliche Weise zurück. Die damit verbundenen Beschwerden werden als Arthrose bezeichnet.

Gelenkschmerzen werden in der Medizin auf unterschiedliche Weise klassifiziert: Zunächst gilt es zu unterscheiden zwischen Gelenkschmerzen, die durch Entzündungen in den Gelenken entstehen (Arthritis), und Gelenkschmerzen, die nicht auf eine Entzündung zurückzuführen sind (Arthralgie). Gelenkentzündungen sind oft verbunden mit Schwellungen, Rötungen oder Überwärmung an den betroffenen Gelenken.

Sind die Gelenkschmerzen durch eine Sportverletzung oder durch Überlastung entstanden, genügt es meist, das betroffene Gelenk zu kühlen und zu schonen. Um das Gelenk nicht unnötig zu belasten, können Sie es zusätzlich bandagieren und etwas erhöht lagern.