Ärzte für arthrose münchen

Bei Gonarthrose (Kniegelenksarthrose) kommt neben den Schmerzen eine eingeschränkte Beweglichkeit hinzu, die wiederum zum Abbau der Muskulatur beiträgt. Patienten mit Coxarthose (Hüftgelenksarthrose) zeigen typischerweise das Entlastungshinken, bei dem das betroffene Gelenk kürzer belastet wird als das gesunde, sowie ein Nach-Außen-Drehen des geschädigten Hüftgelenks.

Doch was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis? Im Gegensatz zur Arthrose handelt es sich bei der Arthritis nicht um eine Abnutzung des Gelenkknorpels oder der anderen Gelenkstrukturen, sondern um eine Entzündung des Gelenks. Diese Entzündung kann durch eine Infektion, ausgelöst beispielsweise durch Bakterien oder Pilze, oder aufgrund einer autoimmunen Ursache, wie beispielsweise bei Rheuma, entstehen.

Grundsätzlich können sich alle Gelenke abnutzen. Besonders häufig betroffen sind allerdings das Hüftgelenk – der Arzt spricht dann von einer Coxarthrose, also einer Hüftgelenksarthrose -, das Kniegelenk oder die Gelenke an der Hand.

Wie macht sich Arthrose nun aber bemerkbar? Zu Beginn der Erkrankung hat der Patient häufig keine Beschwerden. Erst im Laufe der Zeit entwickeln sich die für Arthrose typischen Schmerzen in den Gelenken, zunächst nur unter Belastung, dann auch bei Bewegung und schließlich im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe (sog. Ruheschmerz). Zu Beginn einer Bewegung können Schmerzen auftreten, die dann nach wenigen Momenten (Metern) wieder verschwinden (sog. Anlaufschmerz). Auch können die Schmerzen mit zunehmendem Alter an Intensität zunehmen. Bei manchen Patienten ist die Beweglichkeit der Gelenke eingeschränkt, insbesondere auch am Morgen nach dem Aufstehen (sog. Morgensteifigkeit), die meist nicht länger als 30 Minuten andauert. Durch den Knorpelabrieb kommt es zur Reizung des Gelenks, Flüssigkeit lagert sich ein, und die betroffenen Gelenke schwellen an. Bei kaltem oder nassem Wetter können sich die Beschwerden verschlechtern.

Neben dem Begriff Arthrose taucht häufig auch der Begriff Arthritis auf. Beides sind Gelenkerkrankungen und weisen ähnliche Beschwerden, meist Schmerzen im Gelenk, auf.

Eine Arthrose ist eine nichtentzündliche Gelenkerkrankung, bei der es durch einen Abbau des Gelenkknorpels oder eine sonstige Schädigung im Gelenk zu einem vorzeitigen, altersunüblichen Verschleiß des Gelenks kommt. Deshalb wird auch von Gelenkverschleiß oder Gelenkabnutzung gesprochen.

Anhand der Krankheitssymptome und der Anamnese (Krankengeschichte) wird der Arzt relativ schnell eine Arthrose in Erwägung ziehen. Auf einer Röntgenaufnahme lassen sich die typischen arthrotischen Veränderungen meist sicher erkennen, wie die Gelenkspaltverkleinerung, veränderte Gelenkflächen und Knochenstruktur, Osteophyten und ggf. eine Deformierung des Gelenks. Unter Umständen schließen sich weitere bildgebende Verfahren (Sonographie, Szintigraphie, MRT) an, um Komplikationen oder das Ausmaß der Schädigungen besser beurteilen zu können.

Da eine Arthrose zurzeit noch nicht heilbar ist, hat jede Behandlung zum Ziel, die Beweglichkeit des Gelenks wieder herzustellen und die Schmerzen zu lindern. Hierfür stehen neben den konservativen und medikamentösen auch operative Verfahren zur Verfügung.

Alle Zustände, die die Strukturen im Gelenk über Jahre hinweg übermäßig belasten, können eine Arthrose zur Folge haben. So kommen als Ursache einer Arthrose ein jahrelanges Übergewicht, alte Verletzungen, Fehlstellungen, wie beispielsweise eine Hüftdysplasie, Medikamente, die die Knorpelsubstanz abbauen, langandauernde starke körperliche Belastung oder auch genetische Veranlagung infrage. Deshalb tritt die Arthrose in den meisten Fällen auch bei älteren Personen und nur selten bei jüngeren Patienten auf.